10 Tipps, wie du ein starkes Team findest

Maxi Knust

​Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo du nicht mehr in deinem Business alles alleine schaffst oder einfach dir Freiraum für andere Aufgaben schaffen möchtest. Denn gerade als Unternehmerinnen müssen wir lernen, was unsere Stärken sind und wo es hilfreich ist, sich Unterstützung zu holen. Du musst nicht alles können. ​Es ist sogar sinnvoll, Mitarbeiter zu finden, die besser sind als du in einem bestimmten Bereich. Wie du aber solch ein starkes Team findest, erkläre ich dir in diesen 10 Tipps. 

10 Tipps, wie du ein starkes Team findest

1. Bedarf ermitteln

​Zunächst ist es wichtig, sich bewusst zu werden, in welchem Bereich du Support benötigst und in welchem zeitlichen Umfang deine Mitarbeiter dich unterstützen sollen.

2. Finanzielle Mittel prüfen

Personal einstellen, bedeutet gerade für Gründerinnen, die am Anfang mit ihrem Business stehen, eine Form der Investition. Und genau so solltest du es immer auch sehen. Vielleicht musst du erst einmal investieren, bis es einen Return gibt.

Oder du hast bereits aus dem Cash-Flow genug liquide Mittel. Schau hier, was gerade möglich. Mein Tipp: Investiere in Personal, dass dir durch Marketing und Sales wieder Geld einbringt anstatt 100 fancy SEO-Texte auf deiner Website zu haben, aber nichts zu verkaufen.

3. Arbeitsumfeld klären

​Wie willst du mit deinen Mitarbeitern arbeiten? In einem Office vor Ort? Gibt es bestimmte Präsenzzeiten? Wie sieht die Infrastruktur aus? Das solltest du dir vorher bewusst machen, um dies dann deinen potenziellen Mitarbeitern kommunizieren zu können.

​4. Freelance oder angestellt?

Habt ihr Investoren und Budget für Personal und habt eine Kapitalgesellschaft? Dann passt natürlich die Option der Anstellung hier definitiv besser. Solltest du aber ein Solopreneur sein, selbst finanziert und stehst gerade noch am Anfang des Team Building. 

Dann ist die Zusammenarbeit mit Freelancern vermutlich passender, denn es bietet dir mehr Flexibilität. Promote deine Freelancer auch, wenn möglich, damit diese ggf. durch dich weitere Aufträge erhalten. #supporteachother

5. Stellenausschreibung

Wenn du grob weißt, wen du willst und brauchst, mach dich an die Stellenausschreibung. Beschreibe die Aufgaben, realistisch genug, um die Erwartungshaltung nicht zu hoch zu setzen (sonst ist Enttäuschung vorprogrammiert) und attraktive genug, um interessante Bewerber anzuziehen. Was erwartest du von den Bewerbern und was können diese erwarten? Sei stets transparent und ehrlich!

6. Finde die richtige Plattform für dein Stellenangebot

Je nachdem, wen du suchst und in welchem Bereich, bieten sich unterschiedliche Plattformen an. Überleg dir: Wer ist deine Zielgruppe? Suchst du zum Beispiel eher studentische Hilfskräfte, macht es Sinn auf Uni-Jobplattformen zu inserieren. Suchst du IT Personal, solltest du auf entsprechenden Plattformen dein Angebot teilen.

Mein Geheimtipp derzeit für eine Recruiting-Plattform​: www.join.com

7. Teile deine Stellenangebot in deinem Netzwerk

Ein Stellenangebot ist immer auch wie ein Verkauf eines Produkts. Du musst es bewerben. Also teile ruhig dein Stellenangebot auf deiner Social Media Seite, deinem Newsletter, in deinem Bekanntenkreis. Gerade wer noch am Anfang steht, sollte jede Möglichkeit nutzen. Erzähle jedem davon. Du weißt ja, vielleicht kennt jemand jemanden..

​8. Bewerberauswahl

Dein Angebot ist online. Und nun sollten hoffentlich die ersten Bewerbermails eintrudeln. Falls du keine Resonanz erhältst, prüfe nochmal deine Stellenbeschreibung und ob du auf der richtigen Plattform die richtige Zielgruppe erreichst. Lege zudem deine Kriterien fest, nach denen du deine Bewerber auswählen möchtest. Lese ggf. ein paar Bücher, wenn du hier noch unsicher bist, wie genau du vorgehen sollst.

Prüfe die Qualifikation des Bewerbers für die Stelle und die damit zusammenhängenden Aufgaben. Höre auf dein Bauchgefühl, beobachte aber auch stets dich selbst, um keine diskriminierenden Entscheidungen zu treffen. Und nimm nicht die Erstbeste, aber verliere dich auch nicht in monatelangem Suchen. Setze dem Recruiting einen Zeitrahmen.

9. Probearbeiten

Um festzustellen, ob eine potenzielle Zusammenarbeit auch wirklich passt, bietet sich ein kurzes aufgabengebundenes Probearbeiten an. Wenn du zufrieden mit der Erledigung warst, solltest du diese auch unbedingt bezahlen. Denn wir wollen ja keine Kultur des kostenlosen Arbeitens schaffen, sondern den Wert der Leistung entsprechend schätzen.

10. Angebot & Vertrag

Du bist zufrieden? Dann mache deinem potenziellen Mitarbeiter das Angebot bei dir ins Team einsteigen zu dürfen. Bevor du diese Entscheidung triffst, nimm dir mindestens eine Nacht Zeit, um drüber zu schlafen und gewähre auch deinem Mitarbeiter eine gewisse Bedenkzeit. Ihr seid beide voller Vorfreude auf eine gemeinsame Zusammenarbeit. Das ist ein guter Start.

Nun solltet ihr auch vertraglich alles festhalten und vereinbaren. Auch hier siehe es als Angebot von deiner Seite und gib deinem Mitarbeiter die Möglichkeit Vertragsänderungen vorzunehmen. Wir wollen schließlich keinen Zwang, sondern ein Win-Win für beide Seiten. Gibt es bei bestimmten Paragrafen Unsicherheiten seitens des Mitarbeiters, dann gehe darauf ein, indem du diese änderst oder deinem Mitarbeiter erklärst, was dahinter steckt.

Verträge kannst du dir online als Vorlage herunterladen. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du den natürlich aber auch nochmal anwaltlich prüfen lassen.

Ist der Vertrag unterzeichnet, steht einer zukünftigen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege. [Bei sozialversicherungspflichtigen Jobs gibt es natürlich noch ein paar Formalien, die es zu beachten gilt.]

Titelfoto Foto Credit: ​KOBU Agency 

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